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Ankündigung der Dt. Telekom zum Vectoring-Ausbau

Pressemeldung EBE vom 17.12.2015

Ankündigung der Telekom zum Vectoring-Ausbau in Eichenzell

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Ankündigung der Dt. Telekom nun auch in Eichenzell Vectoring auszubauen verwundert uns keinesfalls.  Durch bundesweite  Beobachtung der Tätigkeiten der Dt. Telekom haben wir bereits damit gerechnet. Durch diese Vorgehensweise versucht die Dt. Telekom innovative Projekte massiv zu stören und die Verbraucher zu verunsichern.

Fakt ist, dass Vectoring zwar zu einer Verbesserung der Anschlusssituationen für den Endverbraucher führen kann, jedoch keinesfalls das leistet was in den nächsten zehn Jahren nötig sein wird. Wie aus der veröffentlichten Grafik der Telekom zu sehen ist, können lediglich bis zu 100 Mbit/s im Download und 40 Mbit/s im Upload angeboten werden. Dies ist jedoch nur das was verkauft wird. Die wichtigsten beiden Worte sind hierbei „bis zu“ und dieses sind auch Programm. In der Realität haben wir es wieder auf der sog. „letzten Meile“ mit Kupferkabeln zu tun, die rein physikalisch nicht für die Übertragung von großen Datenmengen gemacht sind. Bei der Technik werden mit einer aufwendigen Technik elektromagnetische Störungen reduziert, die entsprechende Datenraten verhindern. Wie die Telekom richtig schreibt, hängen die tatsächlich verfügbaren Geschwindigkeiten wieder elementar davon ab, wie weit ich von dem jeweiligen Verteilerpunkt entfernt wohne.

Wie schon erwähnt müssen im Zuge der Arbeiten zusätzliche graue Kästen, sog. MFG´s, gesetzt werden, um die Technik verwirklichen zu können.

Bei uns gibt es schon heute Geschwindigkeiten von 1000 Mbit/s garantiert im Download und 100 Mbit/s im Upload für Privatkunden – bei Gewerbekunden können die Geschwindigkeiten je nach Bedarf entsprechend weiter nach oben ausgeweitet werden. Das was die Telekom anbieten will gibt es bei uns nicht einmal mehr als Einstiegsprodukt (bei uns 100/50 garantiert!).

Weiter hat die Telekom durch die Genehmigung von Vectoring von Seiten der Bundesnetzagentur das Recht, störende Drittanbieter aus ihrem Netz zu verbannen und diesen zu kündigen. Was bedeutet, dass in Zukunft die derzeitigen Billigangebote von Mitbewerbern über das Kupfernetz der Telekom nicht mehr angeboten werden können und somit die Telekom faktisch ihr Monopol zurückbekommt und der Verbraucher in die „Röhre“ schaut.

Nach unserer Meinung gefährdet diese Vorgehensweise der Telekom, die durch die Bundesnetzagentur und die entsprechend gesetzgebenden Gremien unterstützt wird, die digitale Agenda  die sich die Bundesregierung auf die Fahnen geschrieben hat. Denn die Telekom wird nur da tätig, wo sich andere Initiativen bilden und Projekte entwickeln, um sie genau dann zu stören, wenn eine Wirtsschaftlichkeit erreicht werden könnte. Denn eines muss klar sein - der angekündigte Ausbau wird weder in Büchenberg, Zillbach, Lütter, Melters etc. stattfinden, denn das lohnt sich nicht!

Aus diesem Grund fühlen wir uns bestärkt den Ausbau voranzutreiben, weiter zu akquirieren und uns eben nicht „vorführen“ und „ärgern“ zu lassen. „Eichenzeller sind schneller“ ist unser Motto und Eichenzeller lassen sich durch diese „taktischen Spielchen“ nicht aufs Glatteis führen!

Deshalb fordern wir noch einmal alle Bürgerinnen und Bürger von Eichenzell auf sich am Projekt zu beteiligen uns sich einen kostenfreien FTTH Glasfaseranschluss zu sichern! Klären Sie ihre Nachbarn und Freunde auf und sorgen Sie mit dafür, dass die kommunale Familie nachhaltig gestärkt wird und nicht Anleger und Großkonzerne auf unsere Kosten ihr Geld verdienen.

Übrigens auf unserer Webseite haben wir Ihnen einmal aufgezeigt, dass die Produkte die über das Glasfasernetz in Eichenzell angeboten werden keineswegs teurer, wie von vielen behauptet, sondern im Gegenteil günstiger und vor allem wesentlich hochwertiger sind.

Neben der unten gezeigten Grafik zur Darstellung der Unterschiede verweisen wir auf unsere neue Rubrik des Preisvergleichs!

 

Mit freundlichen Grüßen

Nico Schleicher, Betriebsleiter EBE